Eine Frau umklammert ihren schwangeren Bauch.

Köpfchen nach unten!

Wird der Platz in der Gebärmutter knapp, drehen sich Babys mit ihren Köpfchen in Richtung Ausgang – leider allerdings nicht alle.

In der letzten Phase der Schwangerschaft bereiten sich Babys auf ihre Reise in die Welt außerhalb des Mutterleibs vor. Unter anderem verändern sie auch ihre Position und drehen sich, bis sie mit dem Kopf nach unten in der Gebärmutter liegen. In etwa fünf Prozent der Fälle haben die ungeborenen Knirpse allerdings andere Pläne und machen es sich lieber weiterhin in der Beckenendlage bequem mit dem Köpfchen obenauf in der Gebärmutter.

Risiko Beckenendlage

Üblicherweise werden Nabelschnur und Plazenta direkt nach der Geburt entsorgt. Soll das Nabelschnurblut weiterhin Verwendung finden, so muss man dies im Vorfeld mit der Geburtsklinik abklären. Der eigentliche Entnahmevorgang ist für Mutter und Kind völlig schmerzfrei. Nach Abnabelung des Babys wird die Nabelschnur unter sterilen Bedingungen punktiert und das gewonnene Blut in einen speziellen Behälter abgefüllt. Innerhalb von 24 Stunden wird das Stammzellpräparat aufbereitet und konserviert. Blutproben der Mutter kurz vor und nach der Geburt stellen sicher, dass keine Infektionen vorliegen.

Stammzellen für den Eigengebrauch

Beckenendlagengeburten sind aus mehreren Gründen riskant. So eignen sich Beine bzw. Becken des Ungeborenen deutlich weniger als der Kopf, um den Geburtskanal zu dehnen. Gleichzeitig entsteht auch ein höherer Druck auf Kopf und Wirbelsäule. Bei der natürlichen Geburt ist jener Moment besonders gefährlich, wenn die Nabelschnur bereits abgedrückt wird, der Kopf sich aber noch in der Gebärmutter befindet.
Aufgrund dieser Risiken empfehle ÄrztInnen bei einer Beckenendlage daher oft einen Kaiserschnitt, insbesondere bei Erstgeburten und einer reinen Fuß- bzw. Steiß-Fuß-Lage des Kindes.

Richtungsänderung angesagt!

Viele Babys lassen sich länger Zeit, um die richtige Position für die Geburt einzunehmen. Mit einigen Methoden kann man versuchen, sie zum Positionswechsel zu motivieren.

So kann es etwa helfen, wenn werden- de Mütter ihrem Baby mit einer starken Taschenlampe den Weg leuchten. Ähnliches kann auch mit akustischen Reizen, wie etwa einer Spieluhr, versucht werden, die von der Position des Babyköpfchens in Richtung Schambein bewegt wird. Auch Akupunktur, Wärmereize wie bei der Moxabehandlung oder spezielle gymnastische Übungen können das Baby zum Drehen bewegen. GeburtshelferInnen stehen dabei mit Rat und Tat zur Seite.
In einigen Fällen, vor allem bei Frauen, die bereits entbunden haben, kann die Drehung auch ganz spontan erfolgen. Schlafen gegangen mit dem Kopf nach oben, nutzt das Baby den nächtlichen Entspannungszustand der Gebärmutter und wagt den Kopfsprung nach unten.

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